Reflexionen im Regen – BMP in Kumarapuram/Indien

Fundstück im BMP-Lager: In einem Karton mit Video-Kassetten und CDs entdeckte jetzt ein BMP-Mitarbeiter den Film Reflexionen im Regen, den BMP 2010 von einer Reise durch Südindien mitbrachte: BMP erlebt das Einsetzen des Monsuns in Kumarapuram, einem kleinen Dorf an der Malabarküste. Während die Dorfbewohner dem Regen entgegen jubeln, bleibt BMP im Auto sitzen. Das Auto wird zum Reflexionsraum, zur Platonischen Höhle, das Autofenster zur Mattscheibe, zum Videoschirm, zur Projektionsfläche für die Sensationen der Außenwelt.

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BMP sammelt Wände

Es geht ums BMP-Programm, es geht um Wände: Fotos, Videos, Audios von Wänden. Texte über Wände. Konzepte und Projekte, Solitäres und Serielles zum Thema „Wand/Wände“.
Es geht um Komposita und Synonyme zum Begriff „Wand/Wände“: Hauswand, Felswand, … , Mauer, Wall, …. Und es geht um die verschiedensten Konnotationen des Begriffs „Wand/Wände“: Zwang, Schutz, ….
Kurzum: BMP sammelt vielfältige Beiträge zum Thema „Wand/Wände“ für den Aufbau eines nicht-kommerziellen Archivs, offen für jeden, für die Veröffentlichung im Netz (zunächst im BMP-Blog) und eventuell als Element einer von BMP kuratierten Ausstellung 2014.
Bitte schicken Sie uns Ihre Wände-Beiträge fürs BMP-Archiv per Post (mind. 10,5 x 14,8 cm) an BMP -Büro Heilbronn, Liebermannstraße 17, 74078 Heilbronn oder per E-Mail (mind. 480 x 360 px) an info@bmp-heilbronn.de

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Wunder im See – BMP wandelt übers Wasser

In der Nacht auf den 2. Juni 2013 erhebt sich am Ufer des Breitenauer Sees Delf Bräuer und geht – Tatsache! Er geht! – hinaus aufs Wasser, hinter ihm folgt Karl May und hinter diesem Uli Peter. Bis der Morgen dämmert, wandeln die drei über den See. Keiner sieht es. – BMP nach dem Mysterium: „Wer soll uns das glauben?“
Der Versuch, den Gang über den See Stunden später bei helllichtem Tag in Anwesenheit vieler  Neugieriger nachzuholen (auch Pfarrer Thomas Müller und Bürgermeister Tilman Schmidt waren herbeigeeilt), scheitert. Unter dem Hohngelächter der Zuschauer stehen Bräuer, May und Peter nach wenigen Schritten bis zum Nabel im Wasser. – BMP zu den Spöttern: „Ihr Kleingläubige! Ihr Philister! Erkennt ihr nicht das Unvermögen in eurem Streben, die Flüchtigkeit des Raums zu erfahren?“
Vier Tage nach diesem Ereignis stellt BMP im Atelier die Szene nach und erzählt in Worten und Bildern das Wunder im See. – BMP: „Vielleicht glaubt’s ja jetzt einer.“

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Tanz ums Viereck mit neuen Kuben

Organisiert von Kulturagent Diethelm Wonner baut BMP gemeinsam mit Schülern einer Bad Rappenauer Schule Würfelwände als Spielobjekte für den Pausenhof. Im Vorfeld kommt es zur 83. Verwerfung: Nach einem Stück aus Schottland, gespielt von BMP-Freunden, die in einer Kneipe in Dunblane mit Freunden musizierten , tanzt BMP ums Viereck mit neun Kuben. – Heiliger Veit!

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Jetzt wird’s Tag – BMP singt „Das Lied von der Moldau“

Frühlingserwachen: Die langen Nächte sind vorüber, die Nebelwände lichten sich. BMP blickt voll Optimismus in die Zukunft und singt – auch für dich und mit dir und durch dich – „Das Lied von der Moldau“ von Bertolt Brecht.

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Wunder von Riva – BMP an der türkischen Schwarzmeerküste

Das kennen wir: den Eichelhäher, der sein dchää-dchää als Warnruf in den Wald rätscht; den Buntbarsch im Sandnest, bereit, jeden Gegner zu vertreiben; den Kater, der Urin verspritzt, die Krallen in die Haustür ritzt. Vom Menschen wollen wir da erst gar nicht reden.
Eine völlig unbekannte Form der Revierabgrenzung entdeckt BMP auf einer Reise ans Schwarze Meer: Jedes Mal, wenn ein Stockentenpaar über eine unsichtbare, schnurgerade Grenzlinie schwimmt, zirpen Grillen. Zu zweit, zu dritt, im Chor.
Damit nicht genug! BMP über das Wunder von Riva: „Hier geht‘s nicht um Abschreckung und Abgrenzung – freundlich zirpen die Zikaden zur Begrüßung ihrer Gäste.“

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Von wegen Kanone – Freiheit!

Nach verheißungsvollen Versuchen, Böden, Decken und Wände im Heimatmuseum eines Dorfs am Katzenbuckel mit Kunstschnee zu verkleiden, hatte BMP den Auftrag des dortigen Ortschaftsrats angenommen, eine Schneekanone zum Aufbau eines Langlauf-Ski-Paradieses zu entwickeln, das den Dorfbauern langfristig ein ansehnliches Nebeneinkommen bis weit ins Frühjahr hinein sichern sollte.
Weil alle Versuche im Odenwald vermutlich aufgrund zu hoher Temperaturen scheiterten, reiste BMP ins kalte Kimratshofen, dem Geburtsort Frank Banholzers, eines Sohnes Bertolt Brechts, was auch nicht half, denn auch im Allgäu ergoss sich aus der BMP-Schneekanone nur Schaum – Springschaum, zwar wunderschön weiß, aber zweifelsfrei für immer zu klumpig, zu pappig.
Wieder daheim gab BMP den Kanonenauftrag zurück und entdeckte – aller Lasten ledig – in den mitgebrachten Kimratshofner Filmen arpsche Wölkchen, in fliegenden Flocken Blut und Samen, den Schaum Aphrodites, Zeugen und Fressen, Vergehen und Werden, das Leichte, die Schönheit, die Freiheit. – Puuh!

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Fence Dance: BMP in Nuuk/Grönland

Auf dem Weg in die Arktis kommt BMP wieder an der finnisch-russischen Grenze vorbei. Was ein Jahr zuvor bei Nuijamaa begann, wird zur Gewohnheit: BMP entfernt erneut ein paar Meter Grenzzaun und packt ihn ein als Souvenir: geputzt, gerollt, gerichtet.
Unfassbar, was dann in Nuuk auf Grönland geschieht (BMP: „Ein magischer Ort.“): Der Schnee – er schwebt, der Grund – er bebt, der Zaun – er lebt … und fordert zum Tanz (BMP: „Das wird uns niemand glauben.“). Es juckt, es zuckt … dann fällt BMP ein … schüttelt Arme und Beine … bis zur Ekstase (BMP: „Wir tanzten mit.“).
Doch dann: … jäh öffnet sich das Eis – BMP gerettet – der Zaun in der Spalte – tief unten am Grund des Gletschers (BMP: „Ein schönes Bild.“).

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I Saw The Light – BMP bei Christoph Ransmayr

Christoph Ransmayr im Adolph-Würth-Saal in Schwäbisch Hall. Er las aus „Atlas eines ängstlichen Mannes“: „Ich sah … Ich sah … Ich sah ein offenes Grab im Schatten einer turmhohen Araukarie …“. BMP hörte zu und – sah das Licht droben an der Saaldecke: „I Saw The Light.“ Viel Hank Williams und bisschen Johnny Cash. – „Ja und?“, hört man die Freunde Ransmayrs fragen. „Nix, ja und“, antwortet BMP und freut sich über den ersten Therapieerfolg nach all den Gesichten des Jahres 2013.

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Wieder Gesichte: BMP besucht „Psychedelic Scribble“

BMP besucht die Ausstellung „Psychedelic Scribble“ der Galerie B27 in Offenau: Ein Zimmer voller Farben. Schreiende Wände. Schlieren, Triefen, Güsse. Daneben ein Zimmer ganz mit Wellpappe verkleidet. Sachte Schritte, sanfte Stimmen. Um die Ecke: freigelegte Mauern, Bauarchäologie und Kunst. Und an den Wänden immer wieder Bretter, Latten, Spächtele. Fundsachen von der Straße und so. Und Fotos. Und  ein leibhaftiger Skateboarder. – Herrlich!
Dann der Schrecken: Noch ein Foto,  mitten in der Ausstellung, Washington Square Park, New York, André Kertész, 1954. Wieder Gesichte, Gruppengesichte: Gleichzeitig überfällt das Bild Bräuer, May und Peter … Sekunden später –  der Gipfel: BMP sieht den Park bevor und nachdem Kertész sein Foto gemacht hat. – Hammer!
Erst Frau Mookse mit dem Wedel
, dann John Cage mit dem Loch, nun also mit André Kertész in New York. – Das zweite Gesicht eine Gabe? – BMP: „Von wegen! Langsam wird’s lästig. Parapsychologisches Zeug. Zeit in Therapie zu gehen.“

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